Pressemitteilung: JHV der Jusos Tübingen

// ein detaillierter Bericht zur Jahreshauptversammlung und Protokoll folgen!

Die Jusos Tübingen haben auf ihrer Jahreshauptversammlung, die traditionell im Januar stattfindet, einen neuen, verkleinerten Vorstand gewählt und sich für eine breitere Basisarbeit ausgesprochen.

Der neue Vorstand setzt sich aus fünf (bisher: sieben) Mitgliedern zusammen: Als neuer Kreisvorsitzender wurde mit deutlicher Mehrheit Kevin Tiedgen gewählt, weiterhin im Vorstand sind Magdalena Ruoffner, Leonie Haueisen und Jonathan Gauß, als neues Mitglied im Leitungsteam kommt Matthias Mahal hinzu.

Mit einem engagierten Wahlkampf für die Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid in Tübingen, einer vielseitigen inhaltlichen Gestaltung des Jahres und einer Öffnung des Verbands in die Gesellschaft blicken die Jusos auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück, an das in den kommenden zwölf Monaten angeknüpft werden soll.
Am Donnerstag, dem 26. Januar wird der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Tübingen, Horst Knöpfler, zu Gast bei den Jusos sein, um über das Thema Alkoholkonsum von Jugendlichen zu diskutieren. Dazu sind alle Interessierten ganz herzlich eingeladen. Die Jusos Tübingen treffen sich jeden Donnerstag um 19 Uhr in der Geschäftsstelle der SPD Tübingen, Karlstraße 3.

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‘Die Bundeswehr ist nicht bäh!’ Bundestagsabgeordneter Rainer Arnold zu Gast an der Uni Tübingen

Von Roland Keller

Das Thema „Krieg“ begleitet uns durch die Menschheitsgeschichte und es wurde schon viel darüber geschrieben: Vor über 2000 Jahren befasste sich beispielsweise Caesar in De bello gallico mit dem Gallischen Krieg. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschrieb Leo Tolstoi in seinem monumentalen Werk „Krieg und Frieden“ unter anderem ausführlich den Russlandfeldzug Napoleons.

Rainer Arnold zusammen mit Frank-Walter Steinmeier. (CC Lizenz: Foto von Dirk Baranek @ Flickr. )

Bestimmt wird auch bald einiges über den Afghanistan-Krieg zu lesen sein, an dem die
deutsche Bundeswehr beteiligt ist. Obwohl es immer noch Kriege gibt und auch deutsche Soldaten im Ausland kämpfen, findet nach Meinung des SPD-Bundestagsabgeordneten und verteidigungspolitischen Sprechers Rainer Arnold keine wirkliche Debatte darüber in Deutschland statt.

Immerhin veranstalten aber in einem kleinen Hörsaal an der Uni Tübingen die Juso-Hochschulgruppe und die Grüne Hochschulgruppe eine entsprechende Themenwoche, wozu sie ihn eingeladen haben. Das Motto „Krieg! Und Frieden?“ erinnert an Tolstoi; der Untertitel „Deutschland: Verantwortung in der Welt“ und die verwendete Formulierung face to face machen jedoch deutlich, dass wir uns mittlerweile im 21. Jahrhundert befinden. Bei Tolstoi waren noch französische Fremdwörter populärer.

Zunächst hält der 61-jährige Sozialdemokrat mit unverkennbar schwäbischem Zungenschlag einen freien Vortrag über die deutsche Verteidigungspolitik. Ihm hören etwa 40 Personen zu, die meisten davon Studenten und einige aus der Generation Ü60. Es wird deutlich, dass man mit dem ehemaligen EDV-Fachbereichsleiter der Volkshochschule Stuttgart einen echten Experten zum Thema eingeladen hat, der ohne die gängigen Politikerphrasen auskommt.
Rainer Arnold, der seit 1998 für den Wahlkreis Nürtingen im Bundestag sitzt, betont, dass in seinen Augen kriegerische Einsätze aus ethischen Gründen manchmal nötig seien, aber auch ökonomische Interessen eine Rolle spielen könnten. Zum Beispiel sei die Gefährdung der Seewege durch Piraten vor dem Horn von Afrika ein akzeptabler Grund für einen Bundeswehreinsatz. Horst Köhler habe damals als Bundespräsident die richtige Debatte angestoßen, allerdings habe er dies auf dem
falschen Flug getan. In Afghanistan seien nämlich keine ökonomischen Interessen Deutschlands im Spiel. Diese These sorgt für ein leichtes Murren im Publikum und wird noch einige Nachfragen zur Folge haben.

Als wichtiges Kriterium für die Beteiligung an einem Krieg sieht der SPD-Mann das Vorhandensein eines entsprechenden UNO-Mandats und kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Bundesregierung: Die Zurückhaltung in Libyen sei „grottenfalsch“ gewesen.

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SOPA/ACTA Protest!

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Die Jusos Tübingen zeigen sich solidarisch mit dem Internetblackout (etwa der englischen Wikipedia) in den USA! Die Gesetzesvorlagen SOPA und PIPA sind eine Gefährdung für die freie Meinungsäußerung, Wissensdiffusion und greift elementare Stützen des Internets an, wie wir es (noch) kennen.
“They put the burden on website owners to police user-contributed material and call for the unnecessary blocking of entire sites. Small sites won’t have sufficient resources to defend themselves. Big media companies may seek to cut off funding sources for their foreign competitors, even if copyright isn’t being infringed. Foreign sites will be blacklisted, which means they won’t show up in major search engines. And, SOPA and PIPA build a framework for future restrictions and suppression.”
Das Europäische Parlament muss in Kürze übrigens über einen ähnlich gelagerten Fall abstimmen, das ACTA  Gesetz… (siehe Video) – Wenn ihr weiterhin Dienste wie Wikipedia nutzen wollt, Mashup-Videos bei Youtube liebt und nicht gleich eine 6000€-Abmahnung kassieren wollt, weil ihr euer Lieblingslied in einem Youtube-Video vertont habt …. dann wehrt euch!

 

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Rechenschaftsbericht des Vorstandes der AG Tübingen

Liebe Jusos,

als Vorbereitung auf unsere Jahreshauptversammlung diesen Donnerstag könnt Ihr Euch schon einmal den Rechenschaftsbericht des Vorstandes der Juso-AG Tübingen für das Jahr 2011 durchlesen.

Den Bericht als pdf findet ihr hier: Rechenschaftsbericht des AG-Vorstandes

Der letzte Abschnitt “Bemerkungen zur derzeitigen Situation der Jusos Tübingen” ist von besonderer Relevanz für die JHV.

Bis Donnerstag und beste Grüße,

Matthias (für den Vorstand)

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Einladung zur Jahreshauptversammlung der Juso-AG Tübingen am 12.01.12

Liebe Jusos,

am Donnerstag, den 12.01.12, findet ab 19.00 Uhr die Jahreshauptversammlung der Juso-AG Tübingen statt. Hierzu laden wir Euch herzlich in das SPD-Büro, Karlstraße 3, ein.

Vorschlag zur Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Wahl der Versammlungsleitung
3. Beschluss der Tagesordnung
4. Antragsberatung
5. Wahl der Zählkommission
6. Rechenschaftsbericht des AG-Vorstands
7. Aussprache und ggf. Entlastung des AG-Vorstands
8. Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten für den neuen AG-Vorstand
9. Wahl des AG-Vorstands
10. Beratung des Arbeitsprogramms 2012
11. Ankündigungen und Sonstiges

Beste Grüße,

Matthias (im Namen des AG-Vorstandes)

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WeltAidsTag – Kinovorführung “Themba” 01.12.11

Morgen zeigen wir im Kino Arsenal den Film “Themba”. Eintritt frei.

Vorführungen um 11:00 und um 16:00 Uhr. Hier der Trailer:

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Sitzung am 1.12. beginnt bereits um 18.45 Uhr

Liebe Jusos,

unsere Sitzung am morgigen Donnerstag, dem 1. Dezember 2011, beginnt bereits um 18.45 Uhr. Wir treffen uns, wie immer, im SPD-Büro in der Karlstraße 3.

Zu Beginn wird der Kreisverband der Jusos die Wahlen zur stellvertretenden LA-Delegierten abhalten. Danach beginnt die “AG-Sitzung” und wir gehen gemeinsam ins “Casino” Tübingen, Wöhrdstraße 3, in dem Erhard Eppler sein neu erschienenes Buch

“Eine solidarische Leistungsgesellschaft – Epochenwechsel nach der Blamage der Marktradikalen”

vorstellt.

Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr und wird von der Arbeitsgemeinschaft 60 plus und dem SPD-Ortsverein Tübingen organisiert. Die Buchhandlung Osiander richtet einen Büchertisch ein.

Die Kurzinfo “Der Vordenker der SPD rechnet mit der Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte ab” verspricht einen unterhaltsamen und informativen Abend.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

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Juso Bundeskongress vom 25.-27. November in Lübeck

Vom 25.-27. November findet in Lübeck der Juso Bundeskongress statt. Dort wird das Arbeitsprogramm für das kommende Jahr beschlossen und ein neuer Vorstand gewählt. Alles weitere im Überblick findet ihr hier.

Sascha Vogt

Sascha Vogt

Frederic Striegler

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Juso-AG-Sitzung heute bereits um 18.30 Uhr

Liebe Jusos,
nicht vergessen: Unsere heutige Sitzung beginnt bereits um 18.30 Uhr.
Unser Gast, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Tübinger Gemeinderat, Dr. Martin Sökler, muss zeitig zur Fraktionssitzung. Daher starten wir etwas früher als sonst.

Bis heute abend!

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Mitten im „Nördlichen Südwürttemberg“ – das Juso-Regioseminar in Reutlingen

Am Sonntag, an dem die Winterzeit begonnen hatte (30. Oktober), machten sich vier Jusos aus Tübingen auf den kurzen Weg ins benachbarte Reutlingen. Dort wurde das Regioseminar der Jusos für das „Nördliche Südwürttemberg“ ausgerichtet, wobei es für Unkundige sicherlich schwierig ist, sich unter diesem Namen eine Region vorzustellen. Wer mag wohl diesen Begriff erfunden haben?

Die Veranstaltung fand in den Räumen der Jusos und SPD Reutlingen statt, die sich in einem recht modernen Gebäude befanden. Zunächst war ein kurzes Warten vor der durch einen Code geschützten Tür erforderlich. Eingebrochen wurde bisher offensichtlich vielleicht aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen noch nicht. So finanzkräftig ist die SPD wohl aber auch nicht, dass man durch einen Einbruch im Reutlinger Büro reich werden könnte. Der Sitzungsraum entsprach nicht dem Klischee, dass Linke oft etwas chaotisch seien; er war gut aufgeräumt. Dort trafen sich nun etwa 20 Teilnehmer, die meisten davon um die 20 Jahre alt und fast alle Schüler oder Studenten. Von der Wand blickte sie Willy Brandt mit Zigarette im Mund auf einer Gitarre spielend an. Außerdem waren Bilder einer Ausstellung zu Gastarbeitern aufgehängt, die der Reutlinger Landtagsabgeordnete Nils Schmid organisiert haben soll. Über das Ambiente konnte man sich nicht beschweren.

Amely, die die Veranstaltung organisiert hatte und für die Region hauptsächlich zuständig ist, begrüßte zu Beginn alle Anwesenden. Sie war bei dem Treffen, das eine sehr geringe Teilnehmerinnenquote hatte, eine von nur vier anwesenden Frauen. Nur der Tübinger Kreisverband stellte hier mit zwei Männern und zwei Frauen eine Ausnahme dar. Nach der Begrüßung diskutierte man einige Zeit über das vergangene Jahr in der Region und über zukünftige Pläne. Mit der Idee, sich bei den nächsten Seminaren mit dem Thema „Moderne Infrastruktur“ zu beschäftigen, waren alle einverstanden. Außerdem wurde der Wunsch geäußert, den Verwaltungsaufwand für die Kreisvorsitzenden zu erleichtern, damit sie sich auch mal um politische Themen kümmern könnten.

Dann war Mittagspause und bevor sich die Teilnehmer in verschiedene Restaurants verteilten, wurde von einigen noch das Büro nebenan besichtigt. Dort hingen alte Wahlplakate, auf denen unter anderem der bis dato letzte SPD-Kanzler zu sehen war („Ein moderner Kanzler für ein modernes Land.“). Außerdem war an der Wand die Liste der SPD-Vorsitzenden chronologisch aufbereitet, wobei in weiser Voraussicht noch Platz für eventuelle Nachfolger gelassen wurde. Vielleicht ist bis zum nächsten „Trainerwechsel“ aber noch etwas Zeit. Nach dem Mittagessen stellte der Gastredner Parsa Marvi aus Karlsruhe, der im Bundesausschuss der Jusos sitzt, verschiedene Sozialstaatsmodelle vor. Diese werden oft in drei Kategorien eingeteilt, zu denen der sozialdemokratische Wohlfahrtsstaat in Skandinavien, der konservative Sozialstaat in Deutschland und Frankreich sowie der angelsächsische Sozialstaat in den Vereinigten Staaten und Großbritannien gehören. Parsa machte deutlich, dass er entgegen von bedeutenden SPD-Politikern wie Kurt Beck das skandinavische Modell favorisiert. Innerhalb der SPD setzen sich Parsas Einschätzung nach ältere Politiker eher für die Erhaltung des bisherigen Sozialstaats ein, während viele jüngere SPD-Mitglieder eher seine Meinung vertreten. Nach der ausführlichen Darstellung der deutschen Sozialversicherungen war für eine Diskussion nicht mehr so viel Zeit; es gab aber auch nicht besonders viele Fragen. Möglicherweise waren viele Anwesende von der Information erschlagen oder ihr Biorhythmus hatte sich noch nicht an die Zeitumstellung gewöhnt.

Der letzte Programmpunkt beinhaltete einen Besuch bei der Wohnungshilfe der Arbeiterwohlfahrt (AWO), wohin die Seminarteilnehmer mit mehreren Autos fuhren. Die Geschäftsführerin Gisela Steinhilber führte sie über eine Treppe an den  Männerwohnungen vorbei in ihr Büro und berichtete dort über ihre Arbeit. Die Wohnungen, ein Männer- und ein Frauenwohnheim mit insgesamt etwa 20 Plätzen, sind für Personen in schwierigen Verhältnissen gedacht, die keine Bleibe finden. Frau Steinhilber betonte die Vielfalt der Schwierigkeiten, in denen die Wohnungssuchenden stecken. Häufig handele es sich um psychische Probleme sowie um Alkohol- und Drogensucht; den Leuten fehle Unterstützung durch Familie und Freunde. Allerdings sei eine Generalisierung nicht möglich; die Fälle seien sehr einzigartig und das Alter reiche von 18 bis 70. Auf die Frage, wie man die AWO bei ihrer Arbeit unterstützen könne, antwortete die Geschäftsführerin, dass dies über Spenden sowie die Thematisierung des Problems der Obdachlosigkeit in der politischen Diskussion möglich sei.

Zum Abschluss des allgemein als gelungen betrachteten Regioseminars versammelten sich alle Teilnehmer vor dem Eingang zur AWO und mehrere Gruppenfotos wurden gemacht, einige mit Juso-Fahne, andere nur mit den Anwesenden. Danach begaben sich alle auf die unterschiedlich lange Reise zurück in ihren Heimatort irgendwo in der Region „Nördliches Südwürttemberg“.

(Roland Keller, Vorstand der Juso-AG Tübingen)

 

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