Norwegen – weit weg, klein, für viele Deutsche und gerade uns Sozialdemokraten immer der skandinavische Traum. Das Wochenende hat viel Schrecken und Leid über das Land, über Europa und die Welt gebracht. Unsere Gedanken sind bei den Ermordeten, den Verletzten und Überlebenden, ihren Familien und Freunden, den Opfern rechter ideologisierter und kranker Gewalt. Es ist schwer, das alles in Worte zu fassen, zu begreifen und irgendwann aufzuarbeiten. Sascha und Cordula haben auf jusos.de bereits eine Erklärung abgegeben, die ich jetzt so übernehme.

Anlässlich der Anschläge in Norwegen erklären der Juso-Bundesvorsitzende, Sascha Vogt, und die Vizepräsidentin der International Union of Socialist Youth (IUSY), Cordula Drautz:

„Wir sind geschockt und entsetzt von den Ereignissen in Norwegen. Unsere Gedanken und Herzen sind bei den Opfern und Angehörigen des Jugendcamps und des Bombenanschlags in Oslo. Unsere sozialdemokratische Schwesterorganisation AUF ist Ziel eines grausamen Attentats geworden. Über 80 Genossinnen und Genossen wurden getötet. Die Brutalität und der Hass, mit der der Täter vorging, sprengen unsere Vorstellungskraft.

Wir trauern mit allen Norwegern und der norwegischen Sozialdemokratie. Wir erklären unsere Solidarität mit all denjenigen, die sich für Toleranz und Demokratie und gegen Terrorismus, Hass und Gewalt engagieren. Die AUF weiß die Jusos und IUSY an ihrer Seite. Uns verbindet eine lange und tiefe Freundschaft. Mit der Gründung der IUSY 1907 haben sich europäische Sozialdemokraten gegen aufkommenden Nationalismus und Faschismus gestellt. Willy Brandt ging während der Nazidiktatur ins Exil nach Norwegen. Jusos und AUF kämpfen gemeinsam für internationale Verständigung und gegen Gewalt. Niemand, auch nicht Terroristen, werden uns einschüchtern können und von diesem Ziel abbringen. Lasst uns gemeinsam beim IUSY-Festival nächste Woche zeigen: Unsere Idee ist stärker als ihre Gewalt!“

Wie CDU Politiker angesichts des Schreckens jetzt mit der Vorratsdatenspeicherung um die Ecke kommen können, ist mir schleierhaft. Gefühlt zum Kotzen.

Wie manche Blöd-Medien daraus gerade eine Adelsstory machen und die übrigen Opfer einfach verdrängen, ärgert mich maßlos.

Wie ein bekannter Vollpfosten Herr Broder weiterhin zynische Kommentare abgibt, überrascht mich allerdings schon (nein, das ist keinen Link wert).

Trauer mit Norwegen.

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